Reichweite

O

Ourewäller

Gast
#1
Hallo Leute, ​ich liebäugle gerade mit einem eGolf. Würde mir ein 1 Jahr altes Modell holen für knapp 30k.
Frage: Schafft das immer 80 km? Ich wohne im Odenwald und muss 40 km zur Arbeit fahren - davon 20 Autobahn und der Rest ziemlich hüglig (so 250 Höhenmeter mindestens).

Wärmepumpe ist schon fest eingeplant.

Danke Euch!
 
E

e-golfer

Gast
#2
Hallo Ourewäller,

Im Sommer kein Problem, wirklich gar keines.
Im Winter kommt es auf den Fahrstil an. Sind die 20km Autobahn mit Vollstrom, wirds ev. bei tieferen Temperaturen eng. Das kann man aber lernen. Z.b. mit ACC hinter einem LKW her. Ist nicht wirklich so viel langsamer ;)
Ich habe mindestens 64km, aber die letzten Tage dank Katzenbetreuung und Baustellen auch mal 130km.
20160811_180716.jpg

Bei einer Standardrunde von 112km sind dabei 1000m Höhenunterschied. Das schaffe ich im Winter nur mit Eco+ (Heizung aus!) Da helfen Handschuhe und Sitzheizung. Ich habe allerdings auch keine WP
Aber bei 80km mit WP würde ich mir gar keine Gedanken mehr machen (OK ich fahre ihn schon fast zwei Jahre)
 
#3
Von mir ein klares Ja, wenn Du nicht gerade mit 145 km/h über die Autobahn bretterst.
Wo es den Berg raufgeht geht es auch wieder bergab.

Einfach einen E-Golf ausleihen, und die Strecke zur Arbeit ein oder zweimal fahren.

Oder einfach einen E-Golf ausleihen übers Wochenende 7.10. bis 9.10. am E-Golf-Treffen am Bodensee teilnehmen und am 8.10. für's Höhentraining mit zur Schwägalp kommen.
 
E

egolf14

Gast
#4
Ourewäller said:
Hallo Leute, ​ich liebäugle gerade mit einem eGolf. Würde mir ein 1 Jahr altes Modell holen für knapp 30k.
Frage: Schafft das immer 80 km? Ich wohne im Odenwald und muss 40 km zur Arbeit fahren - davon 20 Autobahn und der Rest ziemlich hüglig (so 250 Höhenmeter mindestens).
Wärmepumpe ist schon fest eingeplant.
Danke Euch!
80 km sind locker zu schaffen.
Hügelig spielt fast keine Rolle. Wo es hochgeht geht es ja auch wieder runter. Nach ein bisschen Übung gleicht sich das fast aus.
 
#5
Ich denke im Winter sind die Knackpunkte das Tempo auf der Autobahn (selbst beeinflussbar) und die Wärmepumpe (siehe Ausstattungsliste) - würde uns alle freuen einen neuen "Mit-egolfer" begrüssen zu dürfen.
 
#6
Diese Internetseite (jurassictest.ch/GR) berechnet in etwa den Winterverbrauch. Die Abgebildete Strecke war meine erste Fahrt mit dem eigenen e-Golf. Im Winter bei Dunkelheit und teilweise Regen. Im Sommer ist da wesentlich mehr Reserve vorhanden. Damals hatte ich noch kaum Übung mit Segeln lassen (Seifenkistenmodus) und lieber früh genug den rechten Fuss anheben als spät stark bremsen.
 

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M

Maverick78

Gast
#7
Hängt von der Geschwindigkeit ab. Ich fahre im Winter um 0°C bei rund 110km/h mit 21°C innen so 120km auf der A9 durch die Berge. Bei Eis und Schnee können es auch schnell 90km werden. (Werte bei 100% Ladung)
 
#8
Ja ich denke das hast du mit dem rechten Fuss stehts im Griff - auch ohne Wärmepumpe. Ausserdem, wenn du es nie versuchst bekommst du auch nie Erfahrung. Versuch doch die Strecke an einem ruhigen Herbstwochenende einfach mal aus ohne dass gleich die ganze Familie betroffen ist!
 
#9
Maverick78 said:
Hängt von der Geschwindigkeit ab. Ich fahre im Winter um 0°C bei rund 110km/h mit 21°C innen so 120km auf der A9 durch die Berge. Bei Eis und Schnee können es auch schnell 90km werden. (Werte bei 100% Ladung)
Hallo Maverick 78 wieviel km schaffst du bei gleichem Fahrstil auf der Autobahn bei 15 - 20 Grad ?
 
M

Maverick78

Gast
#10
HPH1 said:
Hallo Maverick 78 wieviel km schaffst du bei gleichem Fahrstil auf der Autobahn bei 15 - 20 Grad ?
Kommt auf den Verkehr an, meist so 140-150km. Ich hatte einmal das Glück einen Großteil der Strecke im Windschatten eine Reisebusse zu fahren und kam auf 168km ( zusammengerechnet mit der Restreichweite). In Gegenrichtung sind die Steigungen steiler, dafür kürzer, hier sind es durchschnittlich 20km weniger. Sollte man berücksichtigen. Es ist imens von Vorteil zu segeln und ACC auf kürzeste Distanz zu haben. Steigung tempo halten, bergab beschleunigen. Teilweise Rolle ich bergab ohne Bremse, da das Fahrzeug da Fahrt aufnimmt und an der nächsten Steigung etwas Schwung mitnehmen. Das geht natürlich nur gut wenn man die Strecke kennt.
Außerdem sollte man berücksichtigen dass einem diese Reichweite nur am Anfang
zur Verfügung steht, da es keinen Sinn macht an Schnellladern bis 100% zu laden. Ich lade meist bis 88 oder 90%. Das geht bis dahin noch recht flott.
Insgesamt habe ich mittlerweile etwas über 8000 Autobahnkilometer runter. Aufgrund der Laderdichte hier fahr ich aber mittlerweile lieber 130 und lade dafür öfters.

Achso, Reifenluftdruck auf 3,0bar vor solchen Ausflügen.

Persönlicher Rekord auf Autobahn und Schnellstraße sind bisher 182km. Windschatten fahren bei Lkw inklusive, ohne Klima bei 18°C. Rekord allgemein 204km auf kriechfahrt mit Max Tempo 70.
 
#11
Das krasse Gegenteil ist selbstverständlich auch machbar: kaltes Auto mit 4 Personen besetzen, bergauf eine kurze Strecke fahren. Nach abgekühltem Wagen alle wieder einsteigen und das Auto wieder aufheitzen ohne abzufahren.
;)
 

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o_ke

Gast
#12
Tecklenburger Land kann man ja ganz bequem mit dem VW-Händler in Osnabruck ersetzen. Aber dann kommen noch 2x 5 Minuten Fahrtzeit zu der Ladezeit...

Ciao,
Oliver
 
#13
Mal meine aktuellen Werte e-Golf 300: Streckenprofil viel Kurzstrecke über die Dörfer und durch die Stadt, einmal kurz Bundesstraße 120.
Anzeige 151km Rest (Potenzial0), gefahren seit Laden 122km, Verbrauch 12,1kWh/100km
Gemessen ab Steckdose: 14,41kWh/100km, Anzeige 303km Rest (geladen mit 16A eine Phase)

Geschätzte Reichweite bei dieser Fahrweise und Wetter: 240km.

So, demnächst lade ich aber grundsätzlich nur noch bis 80%.
Dazu stelle ich den Mindestladestand auf 80% und stelle irgendeine Abfahrtzeit auf max. Laden bis zu 80%.
Dann kann ich einfach den Stecker reinstecken und er lädt sofort bis 80% auf.

Ergänzung: Der Passat GTE braucht rein elektrisch auf diesem Strecken, im sommer, ca. 1/3 mehr Strom!. Den Golf GTE schätze ich auf ca. 25% mehr.
 
C

christech

Gast
#14
Elektromobilitaet said:
Verbrauch 12,1kWh/100km
Gemessen ab Steckdose: 14,41kWh/100km
Da bin ich jetzt etwas irriiert: mir hat man berichtet (bzw. ich hatte verstanden ;) ), dass die 12,7kWh ab Steckdose sind und die Verbrauchsanzeige im e-Golf auch auf die Steckdosenverbräuche normiert ist...also eigentlich kein Unterschied zwischen Steckdosenmessung und Fahrzeug-Verbrauchsmessung bestehen dürfte? Oder gilt das nur "ab Typ2 Anschlussdose", d.h. der Rest geht dann auf die Wallbox/Ladeadapter? Auch die 35,8 kWh Kapazität sind gar keine echten 35,8 kWh, sondern nur 31,x (hier hatte jemand mal den Kfz-Schein gepostet, finde leider den Link nicht mehr), Rest sind fahrzeuginterne Lader- und Lade-/Entladeverluste. Bitte nochmal aufklären, danke.

Gruss christech
 
#15
Der Verbrauch in der Fahrzeuganzeige bezieht sich lediglich auf die entnommene Leistung aus dem Akku. Od die Nebenverbraucher ab 12 Voltbatterie da auch schon mit drin sind entzieht sich mir leider.

Nach meinem persönlichen Gutdünken habe ich laut Fahrzeuganzeige sogar einen kleineren Verbrauch, wenn ich auf Langstrecke mit CCS direkt in die Batterie pumpe, als wenn ich an Typ 2 mit Bordladegerät zwischenlade und dann die Fahrt fortsetzte.
 
M

Maverick78

Gast
#16
Richtig. der Boardcomputer berechnet nur den Verbrauch ab Batterie (komplett inkl Nebenverbräuche). Der NEFZ wird ab Steckdose ermittelt und liegt ~15% höher aufgrund der Ladeverluste. Der BC weiß nichts von Ladeverlusten!
Bei CCS liegen die Wandlerverluste in der Ladestation und die Anzeige zeigt immer das an was in die Batterie geht. Dort gibt es zwar auch Verluste, aber nicht so Hohe.
Wer also nach NEFZ Verbrauch fahren will muss ab Batterie, also BC, etwa mit 10,8kWh/100km fahren! Das ganze macht es bei Spritmonitor z.b. alles etwas unübersichtlich, hier muss man genau hinschauen wie die Verbräuche ermittelt wurden.

Jetzt hole ich etwas weiter aus:
Zur NEFZ Messung (ab diesem Jahr WLTP) wird, anders als bei Verbrennern, durch nachladen ermittelt wie viel verfahren wurde. Das wird durch einen geeichten Zähler ermittelt. Dem Hersteller steht es frei die Lademethode vorzugeben. Es muss sich aber um ein Standardladeverfahren handeln. Die meisten Hersteller geben das ab Werk mitgelieferte Ladesystem vor, im Falle des e-Golf den Schuko ICCB.
 
C

christech

Gast
#17
Das finde ich aber gelinde gesagt unlogisch, dass man die Verbrennerlogik verlassen hat. Systemgrenze Fahrzeug: Hier sind 7 Liter Benzin, die in den Fahrzeugtank gelangen, auch tatsächlich 7 Liter, die durch die Einspritzdüsen fließen und vom BC in Liter/100km umgerechnet werden. Klar, ist ja auch einfach, der Benzintank hat keine Verluste und deshalb ist es 1:1.
Wenn ich beim e-Golf NEFZ 12,7kWh ab Typ2 Ladedose ins Fahrzeug ziehe, hätte man genauso mit den mittleren Lade/Umladeverlusten des Fahrzeug-Stromrichters und des Akkus den BC normieren können (also irgendeinen Faktor 1,12 in die Verbrauchsanzeige reinprogrammieren).
Zusätzlich kommt dann noch der Verlust des externen Ladebricks/Wallbox dazu. Und da gibt es sicher "gute" und "schlechte" Ladeadapter.
Sind die NEFZ Lade/Verbrauchswerte eigentlich wirklich ab Typ2 Dose oder mit dem serienmäßig mitgelieferten Ladebrick tatsächlich "ab Haushalts-Steckdose" ermittelt?

Gruss christech

P.S. Bitte ggf. in den Ladethread verschieben, da hier möglicherweise off-topic.
 
#18
Hätte noch eine Idee, wie man die Ladeverluste einfach miteinander vergleichen könnte:
Man stoppt die Ladung bei 60% (Mindestladegrenze 60%) und startet dann erneut bis auf 80% und notiert sich die kWh bei jeder Ladeart (AC mit 6A-2x16A und DC mit 20kW bzw. 40kW, je nach sTation)
Nebenbei: Ich finde ja die 20kW Schnellader gar nicht so verkehrt, wenn man die zeit zum Einkaufen nutzen kann. Schonen die Batterie mehr als die ca. 40kW.
 
M

Maverick78

Gast
#19
christech said:
Das finde ich aber gelinde gesagt unlogisch, dass man die Verbrennerlogik verlassen hat. Systemgrenze Fahrzeug: Hier sind 7 Liter Benzin, die in den Fahrzeugtank gelangen, auch tatsächlich 7 Liter, die durch die Einspritzdüsen fließen und vom BC in Liter/100km umgerechnet werden. Klar, ist ja auch einfach, der Benzintank hat keine Verluste und deshalb ist es 1:1.
Emm du hast einen Denkfehler. Der Verbrauch bei Verbrennern wird beim NEFZ nicht durch nachtanken gemessen. Hier wird der Abgasstrom gemessen und anhand der Schadtstoffe der Verbrauch ermittelt. Dieses Prinzip ist in meinen Augen noch unlogischer, denn es basiert rein auf Berechnungen der chemischen Zusammensetzung. Durch rafinierte Abgasnachbehandlung lässt sich hier tricksen, z.b. Ruß-/Feinstaubfilter, die Rußteilchen (Masse) zurückhalten. Der Verbrauch ab Tank also reine Theorie! Wieviel praktisch nachgetankt werden muss gibt der NEFZ nicht an.
Da ein EV keine Emissionen erzeugt muss man dies anders ermitteln und dies geht nur über geeichte Stromzähler. Da es keine geeichten DC-Zähler im Hochvoltbereich gibt, muss man also auf der AC Seite messen. Da Ladeverluste nicht immer konstant sind, macht es auch keinen Sinn den BC einen Pseudoladeverlust vorzugeben.
 
M

Maverick78

Gast
#20
christech said:
Zusätzlich kommt dann noch der Verlust des externen Ladebricks/Wallbox dazu. Und da gibt es sicher "gute" und "schlechte" Ladeadapter.
Sind die NEFZ Lade/Verbrauchswerte eigentlich wirklich ab Typ2 Dose oder mit dem serienmäßig mitgelieferten Ladebrick tatsächlich "ab Haushalts-Steckdose" ermittelt?
Das hatte ich vergessen...
Wallboxen und ICCB haben keine bzw kaum Verluste. Sie sind dumme Geräte mit einem Schütz und etwas Elektronik für die Signalisierung und leiten Strom 1:1 weiter. Die Verluste entstehen hier typischerweise in den Leitungen -> Lange Leitung und/oder geringer Querschnitt steigern den Leitungsverlust. Die größten Verluste entstehen im (Board-)Ladegerät selbst. So wie auch bei jedem Handyladegerät entsteht beim umwandeln von Strom vor allem Wärme. Diese Wärme ist der größte Verlust beim Ladevorgang. Nicht umsonst ist das Ladegerät im e-Golf wassergekühlt! Je nach Leistungsauslegung der Elektronik gibt es zu unterschiedlichen Stromstärken unterschiedliche Verluste. Der Wandlerverlust ist bei 10A anders als bei 16A.
Ein weiterer Verlust ist die chemische Komponente in der Batterie. Hier hat Temperatur den größten Einfluss aufgrund des unterschiedlichen Innenwiderstandes und der damit verbundenen Zellchemie. Bei kalten Temperaturen steigt der Ladeverlust in der Batterie erheblich.

Mit welchem Ladeadapter der NEFZ ermittelt wurde verraten alle Hersteller nicht. Es gibt nur die Vorgabe das es ein Standardladeverfahren sein muss, welches frei am Markt erhältlich ist.

Ich hatte das mal versucht raus zu messen, allerdings habe ich keine Laborbedingungen. Nach meinen Messungen hat der 190er e-Golf den besten Wirkungsgrad bei ~13A (12%), den schlechtesten bei 5A (~27%!). Bei 16A steigt der Ladeverlust etwas an auf 15,5% und liegt damit höher als bei 10A (14%)

Gravierend ist dabei nicht der reine Wandlerverlust, sondern die Zeitkomponente durch den Eigenverbrauch des Laders und der Ladeelektronik, da z.b. der Ladevorgang bei 5A erheblich länger braucht. Somit kann es sinnvoller sein, den Ladevorgang schneller abzuschließen, trotz schlechteren Wirkungsgrad des Laders.
 

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