Klappe zu weit aufgerissen! Kleiner Vortrag auf der Bau in München.

#1
Ich möchte eure Hilfe in Anspruch nehmen!
Im letzten Jahr habe ich meine Kollegen aus den Energieberaterkreisen dermaßen mit e-Mobilität genervt, dass diese der Meinung sind es wäre mein Thema. Nun im Herbst wurden Themen festgelegt und beim Veranstalter eingereicht und ausgerechnet das Thema e-Mobilität wurde unter anderen ins Programm aufgenommen.

So nun steht da am 17.1.2017 im Programm in Halle B0 Treffpunkt Handwerk:

14:00– 14:30 Mehr neue Mobilität bei der persönlichen Energiewende
Wie E-Autos, Pedelecs, Carsharing etc. in ein saniertes Gebäude integriert werden
Dieter Bindel,

Wie könnt Ihr mir helfen? Ganz einfach, welche Themen würdet Ihr bei diesem Vortragstitel erwarten?

Ich bedanke mich schon jetzt für eure Rückmeldungen und werde versuchen eure Anregungen in den Vortrag einzuarbeiten, und die Vorabversion vorausichtlich am Samstag 14.1. hier zur Begutachtung einstellen.

Selbstverständlich werde ich in der Schlussfolie der Präsentation das eGolf-Forum und die Foristen, für den gelieferten Input, dankend erwähnen!
 
#2
Ich geh da mal nur von mir persönlich aus. Was mir fehlt ist die Info, wer Dein Publikum ist, welche Qualifikation (Ottonormalverbraucher, Installateure,....)?
Ich selbst bein Dipl.-Ing. Elektrotechnik und entwickle und programmiere elektr. Steuerungen für die Industrie.
Versuche mich aber noch in andere Zuhörer rein zu versetzen.

Also, ich wollte wissen, stichwortartig:
- Kombination mit PV-Anlage, evtl. Batterie
- Umweltverträglichkeit, Kann ich das Auto aufladen, wenn zu viel Strom da ist?
- Bringt eine Rückeinspeisung ins Netz was (ich denke nein)
- Reicht mein Anschluss um ein E-Auto aufzuladen?
- Wie hoch werden die Kosten für die Installation?
- Was brauche ich wirklich? reicht eine Schukodose, CEE blau/rot oder muss es eine Ladesteuerung sein?
- Muss ich was für Gäste bereit halten, die ein E-Auto haben, Carsharing?
 
#3
-Sinnvolle Leistung an der heimischen Ladedose: nicht alle Elektromobile können AC 11 kW und mehr laden.
-Steckdose oder Ladesäule: das Dilemma der Unwissenden.
-Welche Autos sind in der Lage Bidirektional zu laden (das Auto als Energiespeicher für die PV Anlage).
-Wie kann das Auto mit dem selbst produzierten PV Strom geladen werden, wenn ich erst im dunkeln nach Hause komme?
-Mythen und Märchen: die unbegründete Angstmacherei...
 
E

e-golfer

Gast
#5
Zur Überschrift passt neben dem oben erwähnten
- was sollte VOR der Sanierung berücksichtigt werden? (Ladeanschluss wo? Energiezufuhr - Garage oder Freiland, Kabelquerschnitte, Sicherungen (Hauptsicherung = maximale Last))
- PV plus Heimspeicher(Batterie) = Unabhängigkeit von Tankstelle (OPEC) und Stadtwerken
- e-Mobil: Zuhause und/oder am Arbeitsplatz laden, Schnelllade-Infrastruktur nur für die Wochenendfahrt?
- Es muss nicht immer der Umweltrettungsgedanke sein, es kann auch besser Fahren ohne Krach mit dem eigenen Strom sein.
 
#6
Elektromobilitaet said:
Was mir fehlt ist die Info, wer Dein Publikum ist, welche Qualifikation
Vorwiegend Bauingenieure, Architekten, Bauindustrie, Handwerker, Ausführende, Branchentreff usw. Nur vereinzelt Endkunden Eintritt ca. 45 €

Bei einer solchen Messe immer schwer zu sagen, kommt auch auf den Messetag an.
1/3 allgemeine Messebesucher "Da gibts Stühle zum hinsetzen, lass uns Pause machen"
1/6 Energieberaterkollegen/innen (Dipl.-Ing, Meister, Techniker) "Muss ich mich um das Thema auch noch kümmern"
1/6 Energieberaterkollegen/innen (Dipl.-Ing, Meister, Techniker) "Kann ich mit dem Thema meine Beratungskompetenz erhöhen"
1/6 Ministeriumsmitarbeiter "Mal sehen ob die Energieberater das Thema schon drauf haben und was erzählen die denn zur e-Mobilität"
1/6 Facebookfreunde, "Der Dieter macht einen Vortrag! Mal sehen was für einen Quatsch der hier von sich gibt!"

Insgesamt erwarte ich 6 Zuhörer ;)

Elektromobilitaet said:
Also, ich wollte wissen, stichwortartig:
- Kombination mit PV-Anlage, evtl. Batterie
- Umweltverträglichkeit, Kann ich das Auto aufladen, wenn zu viel Strom da ist?
- Bringt eine Rückeinspeisung ins Netz was (ich denke nein)
- Reicht mein Anschluss um ein E-Auto aufzuladen?
- Wie hoch werden die Kosten für die Installation?
- Was brauche ich wirklich? reicht eine Schukodose, CEE blau/rot oder muss es eine Ladesteuerung sein?
- Muss ich was für Gäste bereit halten, die ein E-Auto haben, Carsharing?
Adi said:
-Sinnvolle Leistung an der heimischen Ladedose: nicht alle Elektromobile können AC 11 kW und mehr laden.
-Steckdose oder Ladesäule: das Dilemma der Unwissenden.
-Welche Autos sind in der Lage Bidirektional zu laden (das Auto als Energiespeicher für die PV Anlage).
-Wie kann das Auto mit dem selbst produzierten PV Strom geladen werden, wenn ich erst im dunkeln nach Hause komme?
-Mythen und Märchen: die unbegründete Angstmacherei...
Danke für die Stichworte, Rückeinspeisung werde ich nur erwähnen, da wird es voraussichtlich keine Folie dazu geben. Die "Steckdosenproblematik" was brauche ich wirklich stelle ich auf einer Folie mit den unterschiedlichen Steckdosen dar, Schuko; CEEblau16A 1p; CEErot 16A 5p; CEErot 32A 5p, die kennt jeder.
Auf die Nutzung des eigenen PV-Stroms und deren Speicherung sowie die Eigenstromnutzung. Dieses Thema muss auf jeden Fall dabei sein, das zeigen mir eure Stichpunkte, bin mir nur noch nicht sicher in welcher Ausführlichkeit. Würde eher noch auf die Situation von Mietern /Eigentümer in Mehrfamilienhäusern eingehen.
 
#7
Sich die Grundsatzfrage stellen: Wie sieht meine Mobilität tatsächlich aus? Wie fahre ich? Wohin fahre ich? Wie viele Kilometer fahre ich an den überwiegenden Tagen des Jahres an einem Stück? Entspricht meine Erwartungshaltung an Mobilität meinen Bedürfnissen oder wird sie durch Fremdeinflüsse geprägt?
 
#8
e-golfer said:
Zur Überschrift passt neben dem oben erwähnten
- was sollte VOR der Sanierung berücksichtigt werden? (Ladeanschluss wo? Energiezufuhr - Garage oder Freiland, Kabelquerschnitte, Sicherungen (Hauptsicherung = maximale Last))
- PV plus Heimspeicher(Batterie) = Unabhängigkeit von Tankstelle (OPEC) und Stadtwerken
- e-Mobil: Zuhause und/oder am Arbeitsplatz laden, Schnelllade-Infrastruktur nur für die Wochenendfahrt?
- Es muss nicht immer der Umweltrettungsgedanke sein, es kann auch besser Fahren ohne Krach mit dem eigenen Strom sein.
​Die e-Mobilität bei der Sanierung zu berücksichtigen ist die einfachste und günstigste Art die Voraussetzungen zu schaffen. Zumal bei einschlägigen Förderprogrammen solche Investitionen zu den förderfähigen Kosten gehören.
​Themen außerhalb der "Umweltrettung" lockern meist das ganze auf, insbesondere dann wenn Zuhörer Gründe suchen warum bei ihnen die e-Mobilität nicht funktioniert.
 
E

e-Golf_70794

Gast
#9
Wie zukunftssicher kann/sollte die Sanierung leitungstechnisch ausgeführt werden, damit künftige E-Autos keine neue Installation nach sich ziehen?
Wie weit ist die Ladung per Induktion? Kann/sollte man da heute schon Vorkehrungen treffen?
Welche Lösungen gibt es für Mehrfamilienhäuser? Kann/darf/sollte man den Allgemeinstrom anzapfen und dann über die Wallbox und Chipkarte abrechnen?
 
#10
DaftWully said:
Sich die Grundsatzfrage stelle: Wie sieht meine Mobilität tatsächlich aus? Wie fahre ich? Wohin fahre ich? Wie viele Kilometer fahre ich an den überwiegenden Tagen des Jahres an einem Stück? Entspricht meine Erwartungshaltung an Mobilität meinen Bedürfnissen oder wird sie durch Fremdeinflüsse geprägt?
​Da wird der Energieberater zum Lebensberater. Kein Handwerker kauft sich eine schwere Hilti Schlagbohrmaschine mit Biteinsatz , wenn er nur Schrauben 4 x 60 in Holz eindrehen möchte. Beim Auto bestellt er im Suff den SUV.
 
#11
Halo Dieter - und bitte vergiss mir einen kurzen Hinweis zum zentralen Thema der Evaluation des richtigen BEV nicht! Wenn man sich zum vornherein klar ist was man von seinem BEV erwartet, ist der langfristige Erfolg fast vorprogrammiert! Wir sind ja die besten Beispiele dafür - glücklich trotz Schnachlader, wenig Reichweite und CarNet... ^^
 
#12
Eigentlich wollte ich ja den ersten Entwurf schon am Samstag einstellen, es hat mir zeitlich nicht gereicht.
Aber nachstehend mein erster Aufschlag, wird noch mit wenigen Bildern versehen.
Insgesamt habe ich ca. 15 bis 20 Minuten für den Vortrag zuzüglich Fragen, aus diesem Grund habe ich auch die Folien etwas allgemein gehalten.

View attachment vorläufiger vortrag grobgerüst.pdf

Lasst Euch nicht durch den verwendeten Primärenergiefaktor verwirren.

Im Normalfall wird bei Autos als Umweltbelastung der CO² Ausstoß pro km angegeben, und dann insbesondere von den Kritikern beim e-Auto der CO² Ausstoß von Kohlestrom herangezogen.

Ich nehme mir die Freiheit den Primärenergiefaktor aus dem Gebäudebereich heranzuziehen, und dieser wird als Verdrängungsstrom aus KWK mit dem Faktor 2,4 vorgegeben. Es würde noch besser gehen, in der EnEV2016 ist der Primärenergiefaktor mit 1,8 aufgeführt, aber ich wollte nicht übertreiben. Heizöl = Diesel hat den Faktor 1,1
Für mich spielt es keine Rolle ob ich den Strom für die Wärmepumpe oder als Fahrstrom verwende.
 
E

e-golfer

Gast
#13
Überschrift Seite 16 verstehe ich nicht, da fehlt was?
Auch sonst scheint bei der Seite was durcheinander...
Oft ist die erste Zeile nach der Überschrift eingerückt. Sieht etwas eigenwillig aus.
ABER: 20 Minuten und 18 Folien->viel zu viel.
 
#14
Danke für die Rückmeldung

e-golfer said:
Überschrift Seite 16 verstehe ich nicht, da fehlt was?
Auch sonst scheint bei der Seite was durcheinander...
Oft ist die erste Zeile nach der Überschrift eingerückt. Sieht etwas eigenwillig aus.
ABER: 20 Minuten und 18 Folien->viel zu viel.
Folie 15 + 16 werde ich wahrscheinlich sowieso ausblenden. Muss ich mir nochmal anschauen.
Mit der Formatierung stehe ich etwas auf Kriegsfuß.
Je nach Publikum werden manche Folien nur kurz angesprochen. Ursprünglich hatte ich über 30 Folien
 
#15
Hauptsache du trägst deine Argumente in freier Rede vor und liest sie nicht von der Folie ab. Wenn du den Vortrag auch anschließend aushändigst, dienen die Folien als Erinnerungshilfe.

Eine Minute pro Folie sind meines Erachtens nicht zu viel. Zügig musst du dennoch vortragen.
 
#16
DaftWully said:
Folien als Erinnerungshilfe
Die Folien sind auch dazu da, wenn die Zuhöhrer von Ihrem Vesperbrot aufschauen, damit diese Wissen bei welchem Thema ich geraqde bin. :)

Mein Beifahrer wird sich auf der Fahrt nach München noch um "Schön" und "Format" kümmern.
 
#17
So meinen Vortrag habe ich nun hinter mir, und bin nach einem Anstrengenden Messetag wieder zurück im Hotel.
​Im Forum waren ca 20 Zuhörer anwesend.
​Hatte danach noch einige gute Gespräche, war sehr interessant. Werde bei Gelegenheit detaillierter Berichten.

​Auch die Fahrt nach München verlief unproblematisch. Am Montag kurz vor 14 Uhr in Bad Cannstatt losgefahren, 3 mal unterwegs geladen und um 18 Uhr rechtzeitig an der Messe München mit 40 km Rest zum "bayrischen Abend" angekommen.
 
#18
Die Messe Bau-München habe ich nun schon seit einem Tag hinter mir, und glaubt mir nach so einem hektischen, lauten, 11stündigen Messetag abends im Parkhaus in den eGolf zu steigen, die Türen zu schließen, Fahrbereitschaft herzustellen und lautlos davonzurollen (schweben)... Das hat meinem Beifahrer ein "begeistertes Wow" entlockt, obwohl er ja schon zwei Tage zuvor mit mir elektrisch nach München gefahren ist.
Durch meinen Vortrag, wurde ich sehr viel auf die e-Mobilität angesprochen, meine eigentlichen Themen sind dadurch etwas in den Hintergrund gerückt. Selbst beim Smalltalk mit Vertretern aus Ministerien und Verbänden sind irgendwie immer e-Mobilitäts Themen mit dabei gewesen. Und wenn ich nur gefragt wurde ob ich mit dem eGolf angereist bin, und ob denn das problemlos möglich ist.

Hier nun der endgültige Vortrag als PDF
View attachment 2016-01-17-Bau-Muenchen-Vortrag-Handwerkerforum.pdf

Am 26.1.2017 bin ich mit dem Thema (erweitert) beim Energieberaterstammtisch Tübingen, um 19 Uhr