Charge&Fuel und die Ungerechtigkeit

O

o_ke

Gast
#1
Hej.

Ich habe mal C&F kontaktiert und - wieder einmal - meinen Unmut über den Zeittarif deutlich gemacht. Ich habe auch auf die Unterschiede zwischen e-Golf190 und e-Golf300 hingewiesen:

Hallo.

Ich komme aus Dänemark und lade nur ab und zu mit meiner C&F Karte. Von Anfang an „ärgere“ ich mich etwas über die Preispolitik einiger Anbieter, – und VW gehört leider dazu – in Zeiteinheiten abzurechnen. Meine Brötchen bezahle ich ja auch nicht nach der Aufenthaltsdauer beim Bäcker.

Nun hat VW ja die zweite Generation des e-Golf auf den Markt gebracht. Und damit verschärft sich die subjektive Ungerechtigkeit von weiter.

Nehmen wir den Fall, dass ich einen e-Golf2-Fahrer an der Ladesäule treffe und wir laden beide gleichzeitig. Abgesehen davon, dass die Ladeleistung noch NIE die nominellen 50 kW erreicht hat, ergibt sich nach einer halben Stunde Laden (meiner ist dann voll) folgendes Bild:

Ich: Geladen habe ich ca. 15 kWh für 5,95 €. Das reicht dann wieder für 100-120 km.
e-Golf2: Geladen hat er ca. 30 kWh für 5,95 €. Damit kommt er dann ca. 200 km weit.

Finden Sie nicht auch, dass man da etwas verändern müsste?

With best regards / Med venlig hilsen / Mit freundlichen Grüßen
 
O

o_ke

Gast
#2
Es kam wieder erwarten keine aus Textbausteinen zusammengesetzte Antwort, sondern:

Sehr geehrter Herr [...],

vielen Dank für Ihre Mail. Gern beantworten wir Ihre Frage.

Aus rechtlicher Sicht wie auch aus Gründen der Kundeorientierung haben wir uns entschlossen Stromladungen im Rahmen unserer Charge & Fuel Card ausschließlich in Zeit abzurechnen.

Der Grund dafür ist, dass nicht alle Ladesäulen geeicht sind und deshalb nicht nach Leistung abrechnet werden können. Des Weiteren wird durch die Zeitabrechnung das Parken an der Ladesäule über den Ladevorgang hinaus vermieden bzw. eingedämmt.

Wir können Ihren Vergleich verstehen und den von Ihnen vorgebrachten Punkt gut nachvollziehen.

Unabhängig davon werden wir unser Angebot immer wieder verbessern und den Marktgegebenheiten anpassen. Mit zunehmenden Einsatz höherer Batteriekapazität werden wir entsprechende Überlegungen anstellen.

Bei Fragen sprechen Sie uns gern an.
 
O

o_ke

Gast
#3
Sprich: Anstatt kWh-Prteise einzuführen oder den 190er billiger zu machen, wird Charge&Fuel ggf. teurer werden für die 300er.
 
#4
... oder du benutzt nur noch CCS Säulen. Da ist ja bekanntlich der 190er nicht benachteiligt und in einer halben Stunde meist voll geladen ^^
 
M

Maverick78

Gast
#6
Ja. Der 190er ist ein Tick schneller an den richtigen Ladesäulen)*.
Der 190er 48kW CCS
Der 300er 40kW CCS

)*Das merkt man aber nur an Säulen von e8energy und ABBmit >125A. An den gängigen Efacec (T&R Innogy) und Compleo (Allego) merkt man keinen Unterschied, da diese auf 125A limitiert sind. 125A * 323V = 40375VA = 40,4kW
 
O

o_ke

Gast
#9
mdick said:
Unterscheidet sich der eGolf 300 vom eGolf 190 überhaupt in der Ladegeschwindigkeit wenn ich über CCS lade?
Da habe ich schwach argumentiert. Ich hatte mich über die AC-Preisstruktur geärgert und dann - dumm wie ich bin - mit den DC-Preisen und -Ladezeiten argumentiert.

Für die Schnellladung gilt meine Beschwerde (abgesehen von dem minimalen IUnterschied - danke, Matthias) gar nicht.

Mentale Notiz: Solche Mails nicht in der Mittagspause nach langem in-Excel-Arbeiten schreiben...
 
M

Maverick78

Gast
#10
In Zukunft wird sich daran in DE auch nicht viel ändern. kWh Abrechnung ist nicht rechtens und somit bleibt nur Zeit, Pauschal und Flat Tarife übrig. Und schuld sind die deutschen Eichbehörden.
 
E

e-Golf_70794

Gast
#11
Haben wir jetzt hier Äpfel mit Glühbirnen verglichen? 15 kwh beim 190er in einer halben Stunde an einer AC-Säule? Das ist wohl nur an CCS möglich (wo der 300er wie Maverick78 korrekt angemerkt hat, sogar langsamer ist). Die offenbar fehlerhafte Basis der Argumentation von o_ke ist aber bezeichnenderweise auch C&F nicht aufgefallen.

Im Grundsatz ist aber klar und auch zu bemängeln, dass wir in vielen Fällen nicht die Ware (Strommenge), sondern die Zeit an der Ladesäule bezahlen, die wir dort stehen, um Strom in die Autobatterie zu befördern. Und dabei treten die bekannten Ungerechtigkeiten jetzt zutage. Bei den aktuellen C&F-Tarifen dürfen sich die Fahrer der 300er freuen. Für sie ist's zurzeit halt günstiger (und schneller). 8)

EDIT: @ o_ke: du warst schneller mit dem Antworten als ich mit meinem "Senf". (y)
 
M

Maverick78

Gast
#13
Richtig, verschenken war noch im raum gestanden.
Wobei ja auch die Eichbehörde mittlerweile bei der Zeitabrechnung zweifel in den Raum wirft. Da ja auch Zeit geeicht werden muss und das Problem ist ja die Übertragung der Daten per OCPP und nicht die Zähler an sich.
 
#14
Finde das gar nicht gut, dass sich o_ke darüber beschwert, dass die e-Golf 300 Fahrer einen günstigeren Tarif haben.
Macht die Sache für die 190er ja nicht teurer.
Ist doch eh nur eine Frage der Zeit, wann mehr e-Golf 300 unterwegs sind und dann ändern die das von ganz alleine.
Solange können die 300er ja davon profitieren. Ich hab bisher noch nicht extern mit C&F geladen, für mich ist es ziemlich egal.
 
#15
Wird die Zeit genau verrechnet?
Bei meinem Anbieter: Verrechnungstaktung10 Minutem.

Preise pro Stunde:
€1,33 (AC 3,7)
€3,96 für AC11 -Golf 300 nutz 7,4, für den Golf 190 nur 3,7kw: 1,33 € mit einer zusatzvereinbarung
AC22 (für den Golf nutzlos:( 7,92
AC43 (ebenso nutzlos für den Golf:( €15,48
DC50: €18,00 €
 
#16
Also beschweren ist sicherlich angebracht warum nicht in kWh abgerechnet wird.
​Ich bin mir sicher dass sich hier längerfristig etwas ändern wird.

​Mit der Erkenntnis dass nun auch die EnBW T&R Lader mit der C&F Karte freigeschaltet werden können, ist zumindest im EnBW Land für C&F Nutzer, im vergleich zu anderen Karten eine simple Preisstruktur erkennbar.
​Schließen wir nun unseren e-Golf bei der EnBW über Typ2 an, so bezahlen wir über C&F zur Zeit 0,95€ entspricht einem Rabatt von ca. 60% auf den EnBW Prepaidtarif.
Wenn ich jetzt die DC Ladekosten betrachte, so habe ich einen Rabatt von ca. 43% auf die regulären EnBW Prepaidpreise.

Also ich habe aktuell keinen Grund mich über die aufgerufenen Preise der C&F Karte/App zu beschweren, und gerne dürfen die 300'er e-Golfer bei AC laden einen Vorteil haben, dafür fahre ich schon über 2 Jahre länger elektrisch...... und außerdem war die C&F Karte bis Juni 2016 kostenfrei......und danach kostenfreie Aldi-Lader....
 
#17
Die Tatsache, dass die (irgendwann) etwas an den Preisen ändern werden, heisst noch nicht, dass es für irgendjemanden günstiger wird. Wenn die bloss einen Zeittarif pro Anbieter verhandeln können, werden die eventuell die Preise der Mehrheit der Fahrzeuge anpassen und wenn die 300 er in der Überzahl sein werden....
:cry:
 
E

e-golfer

Gast
#18
Solange ich mit 3 Karten (NewMotion, Plugsurfin, C&F) an einer Säule 3 Preise bezahle und dann noch rechnen muss, so lange wird sich e-Mobilität nicht durchsetzen auf dem Massenmarkt. Die Mensche sind gewoht an die Tanke zu fahren und den Preis zu sehen, seit kurzem auch per App vorher schon schauen.
Aber hoffen dass Karte A geht, weil die an Säule X am günstigsten ist, werden die Petrolheads nie. Witzig ist nur, dass mir in der App inzwischen meine Flughafen EnBW Ladungen angezeigt werden, und egal wie lange ich stand 7,98€ als maximaler Betrag (das Laden war allerdings kostenlos und ich habe bis heute keinen cent bezahlt)
 
J

JimKnopf

Gast
#19
EWE hat jetzt ein zusätzliches neues Konzept.
Die bringen an ihren Säulen QR-Codes an, die man scannen kann. Dadurch kann man eine Bezahlmöglichkeit wählen und den Ladevorgang starten.
Das System gefällt mir: keine Anmeldung under Preis wird aktuell angezeigt.
Burkhard
 
C

christech

Gast
#20
Maverick78 said:
Wobei ja auch die Eichbehörde mittlerweile bei der Zeitabrechnung zweifel in den Raum wirft. Da ja auch Zeit geeicht werden muss und das Problem ist ja die Übertragung der Daten per OCPP und nicht die Zähler an sich.
1. Wäre ja mal interessant was die Eichbehörden pro Ladestation nacheichen so nehmen...wenn's wie beim Vermessungsamt ist, dann ist mir klar, dass man bei den bislang geringen Umsätzen an jedem Ladepunkt >100% Aufschlag auf die kWh nehmen muss, um kostendeckend zu arbeiten.
2. WIeso ist OCPP das Problem? Ist der Standard nicht "rechtssicher" i.S. der Eichverordnung gegen Manipulation geschützt? Oder gilt die alte Eichregel, dass wie an der Zapfsäule "nur die Anzeige an der Säule bei ggf auftretenden Abweichungen verindlich ist" und somit die Fernanzeige nicht?

Gruss christech
 

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