Autonomes Fahren

#2
Also teilweise ist das schon eine sehr seltsame Diskussion, die sehr philosophisch dahin wabert.

Ein Auto, dass für den letzten Frosch seiner Art bremst, wenn keiner dahinter fährt. Über den letzten Frosch seiner Art kann das Auto ruhig drüber hobeln. Ist eh egal. Der vermehrt sich nicht mehr. Hätte die Karre mal lieber beim vorletzten angehalten.

Zitat: "Doch dann passiert eben doch mal ein Unfall, und die Polizei teilt den Eltern mit, dass ein Auto – natürlich nach strengen, von der Gesellschaft festgelegten Regeln – ihr Kind überfahren hat, weil das unter den möglichen Optionen das kleinste Übel war."

Um wie vieles leichter fällt es dagegen der Polizei, die Eltern vom Ableben des Kindes zu informieren, wenn der Fahrer stinkbesoffen war oder ein privates Rennen im öffentlichen Straßenverkehr zwei Verlierer hatte.

OK, ich bin eher für's teilautonome Fahren, weil ich mir das Speilzeug nicht gänzlich aus der Hand nehmen lassen möchte. Mit spätestens 80 will ich meinen Führerschein abgeben. Selbst fahren möchte ich da nicht mehr. Aber wenn es bis dahin autonome Autos gibt? Wer weiß.
 
E

e-golfer

Gast
#3
Das Interview habe ich heute Vormittag mit großer Verwunderung gelesen. Ich komme immer noch nicht so recht zum Schluss, ob ich das einfach vergesse oder ob ich mich richtig aufregen soll.
Zu den Fakten. Autonom auf der Autobahn können heute schon fast alle Autos (auch unser e-Golf) mit etwas gehobener Ausstattung fahren (und nicht nur der so hoch gelobte Tesla). Man benötigt dazu die Sensorik, die in vielen Autos drin ist (Abstandsradar (ACC), Kameras (Spurhalte-Assi), Totwinkel Radar (Spurwechsel-Assi)). Alles zusammen an und wir haben das was Tesla uns als Autonomes Fahren verkaufen will. Ein wenig Software gehört dazu. Und hier fangen die Probleme an. Software ist immer nur so gut, wie die Programmier-Mannschaft oder das Lastenheft es hergaben.
Bei wirklich Autonomen Fahren müssen alle System min. doppelt da sein. Und dann können wir immer noch nur auf der Autobahn mitfahren. Nie aggressiv drängeln oder gar überholen. Denn das wird nicht im Programm des Autos sein.
In der Stadt, benötigt man noch viel mehr Kameras, Radarsensoren und ev. noch einen Laserscanner. Da aus allen Richtungen Gefahren kommen können, nochmals jede Menge doppelte Systeme. Irgendwann braucht das Auto dann so eine immense Rechenleistung, dass es für andere Sachen kaum noch Platz hat.
Also kurz gesagt, in der Theorie funktioniert das alles schon, bis es Serienreif ist vergehen viele Jahre. Und Google ist mit einem nicht ausgereiften Produkt in 2 Jahren pleite, dank der tollen Ami-Gesetze.
Aber wegen all dieser Schwierigkeiten zu sagen, dass es gar nicht geht, ist doof. Denn das hindert jeden Erfindergeist. Irgendwann werden alle technischen Problem gelöst sein. Wir werden dann nicht mehr mit 250 über die Autobahn fliegen dürfen, sondern wahrscheinlich alle uniform 120 fahren. Dafür aber viel schneller vorankommen.
Und wenn ich mein Auto zu Einkaufen schicken kann, dann hab ich doch endlich Zeit für mein Privatleben. Also warum nicht? Wenn ich abends heimkomme, steige ich aus, mein Auto fährt in eine Tiefgarage. per App hole ich es wieder. Valet-Parking mal etwas anders. Die Straßen werden wieder frei. Es gibt so viele Möglichkeiten. Dieser Kleingeist sieht nur nicht über seinen Brillenrand. http://oliverbendel.net/index2.html
 
#4
Ich bin der Meinung, dass es nur auf Strassen mit einer Trennung der verschiedenen Verkehrsteilnehmer funktionieren kann. Fussgänger, Langsamverkehr und Kfz werden sich sonst vorläufig noch gegenseitig Ausbremsen. Aber was in 20 Jahren ist - wer kann das schon sagen.
 
M

Maverick78

Gast
#5
Ich verstehe die Aufregung nicht. Ich freue mich auf das Vollautonome fahren. Endlich mal während der Fahrt was sinnvolles machen, zum Beispiel hier Posts sammeln :D

Damit das aber auch im Besiedlungsgebiet funktioniert, muss noch viel mehr getan werden als nur Sensorik am Fahrzeug zu verbauen und eine gewisse Intelligenz dem Fahrzeug zu vermitteln. Hier müssen endlich alle Hersteller und Länder an einem Strang ziehen. Car2Car Konmmunikation ist unabdingbar und das gleiche gilt auch für die Kommunikatiion mit den Verkehrsleitsystemen uvm.
Die diskussion um ethische Gesichtspunkte im Falle eines Unfalls mit möglichen Personenschaden, halte ich für ziemlich weit her geholt. Als Mensch in solch einer Situation entscheidet man intuitiv und auch das kann zu Fehlentscheidungen führen. Der Unterschied ist, das ein autonomes Verkehrssystem es gar nicht erst zu einem solchen Unfall kommen lassen könnte.

Edit:
Einen Vorgeschmack darauf bekam ich im April letzten Jahres. Der Frontassist und das ACC haben eine drohenden Auffahrunfall erkannt bevor ich überhaupt reagieren konnte, weil ich wegen meiner Kinder auch kurz abgelenkt war. Der Hintermann hatte kein solches System und ist mir drauf gerauscht. Ihm fehlten ca 1m. Das ist nur ein Beispiel, aber allein wegen solcher Sachen bin ich froh wenn alle Fahrzeuge den Menschen überwachen und eingreifen, ob nun Vollautonom oder Teilautonom.
 
#6
Hier mal ein neuer Artikel zum Thema. Diesmal aus Entwicklersicht:

http://spon.de/aeInK

Kann mich dem nur anschließen.

Der letzte Satz zeigt auch das eigentliche Problem. Die Karren fahren exakt nach StVO also 6 km/h an einem anhaltenden Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage vorbei. Da platzen den meisten die Halsschlagadern.
 
M

Maverick78

Gast
#7
[Klugschei**er Mode]
Hmm aber "einem anhaltenden Bus mit eingeschalteter Warnblinkanlage" darf gar nicht überholt werden.
Erst wenn der Bus steht darf mit Schritttempo überholt werden. ;)
[/Klugschei**er Mode]

:D
 
E

egolf14

Gast
#18
Gibt es eigentlich einen Eimer mit 3 bis 4 Unterteilungen ?
Dann hätten wir eine für Malzbier, eine für Pils, eine für Alt und eine für Retoure. :p
 

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